Ein neuer Tag!

Jedesmal wenn ich mich mit Bekannten über die Fotografie unterhalte, sprechen wir meistens über die Vorzüge der digitalen Bilderfassung. Die meisten finden es toll das man endlich drauflos knipsen kann ohne  das dabei hohe Kosten für die Entwicklung der Bilder entstehen. Dass es keine unbelichtete Filme mehr gibt, oder gar kein Film in der Kamera eingelegt wurde usw. und so fort…die Liste könnte noch Ellenlang erweitert werden.

Im späteren Verlauf des Gesprächs äussere ich mich dann das ich wieder damit begonnen habe, analog zu fotografieren. Sehr oft stosse ich mit diesem Input auf lange (meist fragwürdige) Blicke.  Ehm, bist du Dir da wirklich sicher? Gibts denn noch Filme? Das ist aber eine sehr kostspielige Angelengheit. Mit solchen oder ähnliche Fragen werde ich dann bombardiert. 

Viele haben von der Analogfotografie ein sehr getrübtes Bild.  Andere wissen gar nicht was das genau ist oder wie diese funktioniert. Viele denken dabei an die unterbelichteten, stark verwackelten und starkkörnigen Familienfotos aus den 70er Jahren. :-)

Ich versuch dann die Vorteile aufzuzeigen, oder warum ich gerade jetzt im digitalen Zeitalter das analoge Bild wieder hoch schätze. Natürlich ist es eine sehr subjektive Ansicht. Für viele ist und bleibt ein Foto eben doch nur ein Foto. Ob digital oder analog, spielt gar keine Rolle. Oder etwa doch?

Nun…

Spass ist of mit der Arbeit stark verbunden. Die Analogfotografie fordert auf zu denken, zu überlegen, zu prüfen, bevor auf den Auslöser gedrückt wird. Es ist die Arbeit hinter der Aufnahme die mich fasziniert, ein Vorbereitungs-Prozess ähnlich wie bei einer grossen Maschine wo man alles einstellt an vielen Räder dreht, und schliesslich neugierig  auf das Ergebnis wartet. Nach jedem gemachten Foto freue ich mich dann den Filmtransport zu betätigen. Oder gar einen neuen Film einzulegen und aufzuziehen. Literarisch betrachtet: Die Leinwand wird neu bespannt, die Chancen stehen gut ein  schönes Bild  nach Hause zu bringen!

Es sind die kleinen Dinge die ich nach so vielen gemachten Fotos vermisst habe, oder besser: gar nicht gewusst habe das ich diese so sehr schätze. Ausserdem verbringe ich wieder viel mehr Zeit mit dem eigentlichen Fotografieren anstatt mich mit Photoshop & Co herumzuschlagen. Das Leben als Fotograf findet wieder viel mehr hinter der Linse statt, wie es eigentlich sein sollte! Weniger ist eben doch mehr, wie so oft im Leben.

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