Meister des „Moment décisif“

Heute war ich kurz in der Bibliothek auf der Suche nach neuer Inspiration. Wollte mir schon lange ein Buch von Henri Cartier Bresson kurz HCB für meine Sammlung zulegen. Nach kurzem herumstöbern fand ich dieses hier. Eigentlich habe ich mich immer sehr zurückgehalten was die Thematik HCB angeht. Mir ist klar das er ein Meister der Fotografie  ist und bleibt. Unter Fotografen könnte man stundenlange Diskussionen über ihn und seine Bilder führen.  Fakt ist leider auch würde HCB heute leben und fotografieren hätten seine Meisterwerke noch kaum diese Bedeutung, diese Wertschätzung. Sie würden vermutlich untergehen in der  Bilderflut des digitalen Zeitalters… 

Eigentlich weiss ich nichts über HCB. Kenne bloss ein paar Bilder von ihm. Nun genau das wollte ich heute ändern. Den schliesslich kommt man als Fotograf  an ihm nicht vorbei, den muss man einfach kennen, etc. etc. 

Eine Regel in der Fotografie sagt: „Wenn man ein Bild auf den Kopf stellt und das Bild immer noch harmonisch wirkt, dann stimmt die Geometrie der Komposition“. Bevor ich das Buch umdrehte war mir völlig klar, das Bild ist perfekt. Da gibts keinen Zweifel. Nun schaut mal auf das Foto, man kann es drehen wie man will, das Bild sieht auch auf dem Kopf toll aus! Das ist was ich damit meine, perfekte Komposition, eines  entscheidenden Augenblicks. Nach weiterem durchblättern der Seiten begannen meine Hände auf einmal stark zu zittern, der Puls stieg an  und auf einmal wurde alles sehr still um mich herum. Das Buch und seine Bilder versetzten mich in eine Art Trance. Schliesslich rollten mir Tränen der Freude die Wangen hinunter. Shit,  Weinen wegen einem Fotobuch? Nun mal ernsthaft, so was ist selten, äusserst selten. Doch die Perfektion dieser Fotografien von Linien, Formen, Schatten, ohne dabei den  wichtigen Augenblick zu verpassen, bzw. diesen auf den richtigen Nenner zu bringen. Versetzten mich für einen  kurzen Moment in einen emotionalen Höhenflug der Begeisterung. 

Im Nachhinein fragt man sich warum es einem emotinal so durcheinander gebracht hat. Waren es die Bilder? Oder bloss die Neu-Entdeckung eines faszinierenden Meisters der Fotografie. Für mich ist dieses Buch wie eine kleine Schatztruhe – die man soeben entdeckt hat. Selbstverständlich  kriegt es einen Ehrenplatz auf dem Bücherregal.  

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